Kultur beflügelt zum zehnten Mal

Zur Verleihung des Buchser Kulturpreises 2014 erschien am Freitagabend ein interessiertes Publikum in der Aula des Oberstufenzentrums Flös. Die Preisträger sind der Tambourenverein Buchs und die Buchautorin Alice Gabathuler.

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BUCHS. Nach Eröffnungsklängen der Buchser Tambouren – sie spielten noch einige Male an diesem Abend – begrüsste Gemeinderat und Kulturkommissionspräsident Hansruedi Bucher das Publikum zur zehnten Verleihung des Buchser Kulturpreises. Er nannte auch die bisherigen Preisträger, von denen es mittlerweile eine ganze Anzahl gibt.
Mit ihrer Anwesenheit würden die Gäste den diesjährigen Preisträgern ihre Ehre erweisen, sagte Hansruedi Bucher. Der Kulturpreis sei eine Anerkennung für das kulturelle Schaffen in Buchs. Zusammen mit dem Preisgeld würden die Preisträger auch eine von René Düsel geschaffene Skulptur erhalten.
Leben von Menschen geprägt
Auch Gemeindepräsident Daniel Gut richtete einige Worte an die Versammelten. Das Leben in der Gemeinde werde ja geprägt von Menschen. Und wenn ein Verein anderen Leuten auch noch eine Freude bereite, sei der Zweck erfüllt, sagte er. Genau dies würden die Buchser Tambouren machen. Ebenso würden die Bücher von Alice Gabathuler zum Austausch unter den Menschen anregen. Anregungen von Musikern und Schriftstellern bereicherten die Kultur enorm, meinte Daniel Gut weiter. «Darauf bin ich stolz.»
Seit 66 Jahren Teil der Kultur
Martin Tönz, einstiger Präsident und auch ehemaliges Aktivmitglied des Tambourenvereins Buchs, hielt die Laudatio für den geehrten Verein, der den diesjährigen Gruppenpreis erhielt. Dieser Verein sei seit mehr als 66 Jahren Teil des Kulturlebens in Buchs. Wohl sei es nach der Gründung nicht einfach gewesen, aber der Tambourenverein habe es immer wieder geschafft, sich zu zeigen und Auftritte zu realisieren.
In Fronarbeit wurde auch das Tambourenheim erstellt. Dort erhalten die Aktiven die Gelegenheit, zu üben und sich auf die Auftritte vorzubereiten. Später kam auch noch die Vereinsfahne dazu. Als weiteren Höhepunkt im Vereinsleben nannte der Laudator die Neuuniformierung im Jahre 2007. «Als relativ kleiner Tambourenverein leistet er aber einen grossen Beitrag ans Kulturleben von Buchs», sagte Martin Tönz.
Preis für Alice Gabathuler
Den Einzelpreis durfte Jugendbuchautorin Alice Gabathuler entgegennehmen. Sie las einige Passagen aus ihren bisher veröffentlichten Büchern vor und verheimlichte nicht, dass ihr gewisse Blockbauten im Buchser Zentrum, die gar keine «Seele» mehr haben, gar nicht behagen. «Aber als Schriftstellerin darf man ja alles sagen», meinte sie schmunzelnd.
Mit viel Humor widmete sich Laudator Thomas Zai aus Walenstadt dem Wirken von Alice Gabathuler. Er tat dies wider jeden Ernstes und hatte somit viele Lacher auf seiner Seite. So habe er es einfach nicht geschafft, sich die Titel der Bücher von Alice Gabathuler zu merken, meinte er. «Denn ich stehe jetzt hier mit einem Blackout; gibt es nicht auch ein Buch mit diesem Titel?»
Der erste Satz steht vorne
Thomas Zai verriet aber auch mit einem Augenzwinkern, dass Alice Gabathuler alles Mögliche sammle, auch Preise. «Warum hat sie sich als ehemalige Widerstandslismerin nicht ein Pseudonym zugelegt, zum Beispiel Gaby Thuler mit Ypsilon?», fuhr der Laudator weiter und erwähnte in Anlehnung eines TV-Kulturclubs, dass schon der erste Satz bei Alice Gabathuler ganz vorne steht. Die Preisträgerin bedankte sich bei allen herzlich: «Es ist ein gutes Jahr 2014.» Vieles in ihren Büchern spiele sich übrigens in Buchs und in Wartau ab, sagte sie.
Als überraschender Schlusspunkt traten nochmal die Tambouren mit dem «Wegmacherschottisch» in Aktion. Beim gemütlichen Ausklang mit Apéro ergaben sich viele Gesprächsthemen mit den Preisträgern und auch unter den Gästen.
(Bericht Werdenberger & Obertoggenburger, 3.11.14)